Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik
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Studienrecht/Prüfungswiederholung

Wiederholungsmöglichkeit: Auf Grund einer Entscheidung des Senates der TU Wien kann eine Prüfung, bei der der erste Antritt am oder nach dem 1.10.2003 erfolgt ist, viermal wiederholt werden, also fünf Antritte insgesamt. Die Zahl der Antritte ist dabei unabhängig vom Studienabschnitt. Der vierte und fünfte Antritt wird kommissionell durchgeführt, die Anmeldung zu kommissionellen Prüfungen erfolgt über das jeweilige Institutssekretariat. Bei Übungen und Laborübungen gibt es keine kommissionelle Abhaltung. Auf Wunsch des Studierenden kann auch der dritte Antritt bereits kommissionell erfolgen. Ist auch der letzte Antritt negativ, wird der Studierende vom Studium ausgeschlossen.

Eine verschärfte Regelung gilt für alle Studierenden mit Studienbeginn WS11/12 oder später für die Studieneingangs- und Orientierungsphase (STEOP): Hier sind insgesamt nur drei Prüfungswiederholungen möglich. Im Bachelorstudium Elektrotechnik und Informationstechnik gehören zur STEOP seit dem WS2017 die Lehrveranstaltungen Orientierung ETIT, Elektrotechnik 1 VO u. UE sowie Mathematik1 VO und UE. Die dritte Wiederholung ist kommissionell durchzuführen, wenn die Prüfung in Form eines einzigen Prüfungsvorganges durchgeführt wird. Bei Übungen gibt es keine kommissionelle Abhaltung.

Auf Grund der vagen Formulierung im Gesetz war die Praxis bisher so, dass Antritte unter anderen, nicht facheinschlägigen Kennzahlen nicht mit eingerechnet wurden. Die Rechtsmeinung hat sich hier geändert! Die Universitätsverwaltung geht jetzt davon aus, dass der Antritt unter einer anderen Kennzahl, für die das Prüfungsfach nur ein freies Wahlfach ist, eine offensichtliche Umgehung der vom Gesetzgeber gewünschten maximalen Antritte ist und alle Antritte, egal unter welcher Kennzahl, mitzuzählen sind! Nur wenn der erste (negative) Antritt vor dem 1.10.2003 war, gilt weiterhin, dass Antritte unter fremder Kennzahl nicht eingerechnet werden.

Wiederholung einer positiven Prüfung: wenn Sie eine Prüfung bestanden haben, sich aber die Note verbessern wollen, dann muss die Wiederholung innerhalb eines halben Jahres erfolgen. (Damit ist eine Notenverbesserung bei Übungen, die nur einmal im Studienjahr angeboten werden, meistens überhaupt nicht möglich.) Bei der Wiederholung einer positiven Prüfung wird der erste Antritt annulliert, es gilt in jedem Fall die Note des zweiten Antrittes.

Mit der Studienzulassung für das Wintersemester können Prüfungen noch im darauffolgenden März und April, mit der Zulassung im Sommersemester im darauf folgenden Oktober und November abgelegt werden. Prüfungen, die ohne Studienzulassung abgelegt wurden, werden annulliert.

Einsichtsmöglichkeit: Als Studierender haben Sie innerhalb eines halben Jahres nach einem Test/einer Prüfung das Recht, in Ihre schriftliche Arbeit Einsicht zu nehmen. Nützen Sie diese Möglichkeit insbesondere dann, wenn das Ergebnis nicht Ihren Erwartungen entspricht. Sie sehen dann Ihre Fehler und wie diese bewertet wurden und haben die Sicherheit, dass beim Korrigieren nichts übersehen worden ist.


Anerkennung von Prüfungen

Prüfungen, die an einer anderen anerkannten postsekundären Bildungseinrichtung im Rahmen eines regulären Studiums abgelegt wurden, oder an der TU Wien in einem anderen Studium, können für eine der im Elektrotechnik-Studienplan vorgeschriebenen Lehrveranstaltungsprüfungen anerkannt werden, wenn die Prüfungen in Bezug auf Umfang, Inhalt und Anspruchsniveau weitgehend gleichwertig sind. Informationen über Inhalt und Umfang der Elektrotechnik-Lehrveranstaltungen finden sie im TISS.

Sie werden die Anerkennung von Prüfungen anstreben, wenn Sie z.B. während des Studiums die Universität oder das Studium gewechselt haben, wenn Sie Doppelstudien betreiben oder wenn Sie Prüfungen während eines Auslandsaufenthaltes (typisch ERASMUS-Programm) abgelegt haben. (Im Regelstudium sind Prüfungen jedoch immer an der Stammuniversität - d.h. an der TU Wien - abzulegen. Ein "Prüfungstourismus", bei dem einzelnen Prüfungen ausgewichen wird, in dem diese im Ausland abgelegt werden, wird nicht durch Anerkennungen unterstützt.)

Für das Ansuchen um Anerkennungen gibt es in der Studienabteilung das Formular Anerkennung von Prüfungen. In dem Formular tragen Sie links die Prüfung ein, die Sie an einer anderen Universität/für ein anderes Studium abgelegt haben und rechts die Prüfung, für die diese anerkannt werden soll. Die Anerkennung muss nicht 1:1 erfolgen: es können auch z.B. zwei kleine Prüfungen für eine große (2:1) oder eine große Prüfung für zwei kleine (1:2) anerkannt werden.

Sie werden sich zunächst überlegen, welche der von Ihnen abgelegten Lehrveranstaltungen mit Elektrotechnik-Lehrveranstaltungen gleichwertig sein können. Die Gleichwertigkeit wird am Formular zunächst von dem Lehrenden mit Unterschrift bestätigt, der die Lehrveranstaltung an der TU für die Elektrotechnik abhält. Diesem muss der Inhalt der "fremden" Lehrveranstaltung möglichst detailliert nachgewiesen werden, durch eine offizielle Inhaltsangabe der Lehrveranstaltung oder durch die Vorlage von Skripten oder Mitschriften. Wurden alle Unterschriften gesammelt, wird das Formular zweifach (zweite Ausfertigung kann auch eine Kopie sein) im Dekanat für Elektrotechnik und Infomationstechnik (Neues EI, Stiege 2, 5. Stock) abgegeben. Der Studierende wird verständigt, wenn der Bescheid über die Anerkennung in der Studienabteilung abholbereit ist.

Anmerkung: Die juristische Kompetenz für die Anerkennung hat der Studiendekan. Dieser stützt sich im Regelfall jedoch auf die Beurteilung durch die zuständigen Fachprofessoren. Sie müssen deshalb die einzelnen Fachprofessoren aufsuchen.

Eine Anerkennung von Prüfungen für den freien Wahlfachbereich ist nicht notwendig, da im freien Wahlfachbereich Prüfungen anderer Universitäten, auch aus dem Ausland, von vornherein zulässig sind. Die Anerkennbarkeit als freies Wahlfach muss jedoch gegeben sein (siehe Freie Wahl). Sind am ausländischen Zeugnis keine ECTS-Punkte ausgewiesen, müssen diese festgelegt werden. Kommen Sie dazu in die Studienplansprechstunde.

Zeugnisse der TU Wien, die zum Studienplan der Elektrotechnik passen, werden auch dann akzeptiert, wenn sie unter der Kennzahl eines anderen Studiums ausgestellt wurden. Auch in diesem Fall ist also keine Anerkennung notwendig.

Prüfungsleistungen von berufsbildenden Schulen (HTL) werden wegen des unterschiedlichen Anspruchsniveaus normalerweise nicht anerkannt.


Sperre bei unentschuldigtem Fernbleiben bei einer Prüfung

Seit 2014 gilt die Regelung, dass unentschuldigtes Fernbleiben bei einer Prüfung eine achtwöchige Sperre für die Anmeldung zu dieser Prüfung nach sich ziehen kann, wobei Ferialzeiten in den Lauf dieser Frist nicht eingerechnet werden.

Studierende müssen sich spätestens zwei Arbeitstage vor der Prüfung abmelden (via TISS wenn noch möglich, durch Vorsprache, telefonisch oder per Mail) oder nachträglich nachweisen, dass sie durch ein triftiges Ereignis an der Abmeldung gehindert waren.


Übergang Bachelor zum Bachelorstudium 2011

Der Bachelor-Studienplan 2011 ist seit 01.10.2011 in Kraft. Bei allen Bachelorabschlüssen, die nach dem 1.10.2011 erfolgen, muss nach den gesetzlichen Vorschriften der Studienplan 2011 erfüllt werden. Deshalb sind auch Studierende betroffen, welche ihr Bachelorstudium vor dem 01.10.2011 und somit im alten Bachelor-Studienplan begonnen haben. Durch die Übergangsregelungen-Bachelor-2011 ist aber sichergestellt, dass jene Studierende ihr Studium ohne Erschwernisse fortsetzen können.

Anmerkung: Für diese Übergangsbestimmungen gibt es derzeit keine Auslauffrist. Sie gelten aber natürlich nur für Studierende, die das Bachelorstudium vor dem WS11 begonnen haben.

Fächertausch

"Fächertausch"-Bescheide aus alten Studienplänen, in denen kein Abschluss mehr möglich ist, verlieren ihre Gültigkeit und können nicht auf neue Studienpläne übertragen werden.


Abschlussprüfung alter Masterstudienplan

Dieser Modus wird NUR für Abschlussprüfungen nach dem auslaufenden Masterstudienplan 066 438 (Computertechnik) angewandt.

Bei der mündlichen Prüfung erhalten Sie von den Prüfern vor der Prüfung die Prüfungsfragen, sodass Sie sich kurz vorbereiten können. Bei der Prüfung präsentieren Sie zunächst Ihre Diplomarbeit (7 Minuten). Dann erfolgt die eigentliche Prüfung. In den Masterstudien wird für die mündliche Prüfung nur eine einzige Gesamtnote vergeben.

Im Abschlusszeugnis des Masterstudiums werden insgesamt 9 Noten ausgewiesen:

  • Die Notenmittelwerte der Lehrveranstaltungen in den sechs Prüfungsfächern
  • Der Notenmittelwert aus den freien Wahlfächern
  • Die Diplomarbeitsnote
  • Die Note der mündlichen Prüfung

Der Abschluss erfolgt "mit Auszeichnung", wenn unter den neun Noten mindestens fünf "sehr gut" und sonst nur "gut" sind.