Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik
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Herbert König

Herbert König wurde 1908 in Neufeld im Burgenland geboren. Er studierte Physik an der Universität Wien und dissertierte dort bei Hans Thirring über die Elektronenemissionen von Oxidkathoden. Nach der Promotion trat er 1933 bei Siemens&Halske in Berlin ein, wo er als Entwicklungsingenieur im Röhrenwerk und später als Gruppenleiter im Mikrowellenlabor arbeitete. 1943 wechselte er zu Siemens nach Wien und übernahm dort die Leitung des Röhrenlabors sowie der Röhrenfertigung. Er habilitierte sich an der Technischen Hochschule in Wien mit einer grundlegenden Arbeit über „das Verhalten von Elektronenströmungen im elektrischen Längsfeld“ und wurde 1944 zum Dozenten ernannt. König hatte unabhängig von den bekannten Arbeiten von Llewellyn und Peterson eine umfassende Laufzeittheorie der Elektronenröhren entwickelt, die ihm hohes internationales Ansehen einbrachte.
    
1949 wurde König als Professor für Hochfrequenztechnik an die Technische Hochschule in Wien an die Lehrkanzel für Hochfrequenztechnik berufen, wo er bis zu seiner Emeritierung 30 Jahre lang wirkte. Auf dem Gebiet der Mikrowellentechnik untersuchte er das Rauschen und die Energieverhältnisse in Mikrowellenröhren. 1962 wandte er sich der Lasertechnik zu. Der erste Laser Österreichs wurde an seinem Institut gebaut. Unter Königs Leitung wurden wertvolle Beiträge zur Lasermodulation, zur optischen Nachrichtenübertragung, sowie zur Plasma- und Halbleitertechnik geleistet.

Die Wirkung der großen verantwortungsvollen und liberalen Persönlichkeit Königs spiegelt sich in seiner Schule wieder, aus der zehn Universitätsprofessoren und zahlreiche führende Persönlichkeiten der Industrie hervorgegangen sind. Seinen Ruhestand verlebte König in seinem Haus in Rossatz in der Wachau. Er verstarb 1985 im Alter von 76 Jahren.