Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik
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Max Reithoffer

Max Reithoffer wurde 1864 in Wien geboren. Nach seinem Studium der Mathematik und Physik an der Universität Wien nahm er eine Stelle als Assistent an der Lehrkanzel für Elektrotechnik an. 1898 habilitierte er sich und war in den Folgejahren in die Planung des Elektrotechnischen Institutes in der Gußhausstraße 25 eingebunden.

1908 wurde Reithoffer zum ordentlichen Professor ernannt, 1925 wurde er Leiter des Elektrotechnischen Institutes. Reithoffer war ein beliebter Lehrer, der viel Wert auf praktische Experimente legte und in seinen Vorlesungen gerne auch persönliche Erlebnisse zum Besten gab. So erzählte er z. B. einmal, dass er von den Wiener Elektritzitätswerken im Fiaker von der Technischen Hochschule abgeholt wurde, um bei dem schwierigen Aufschalten eines großen Generators zu helfen.

Reithoffer, der bereits 1903 Vorlesungen über elektrische Schwingungen gehalten hatte, gilt als Pionier der frühen Radiotechnik, der er seine späteren Berufsjahre mit Leidenschaft widmete. Er baute im Elektrotechnischen Institut das erste Radiolaboratorium auf und wirkte maßgeblich an der Einführung des Rundfunks in Österreich mit. Meissner, der Erfinder der Röhren-Rückkopplungsschaltung, war ein Schüler Reithoffers.

1933 trat Reithoffer in den Ruhestand, er verstarb 1945 im Alter von 80 Jahren. Zu seinem Andenken ist der Hörsaal EI 4 nach ihm benannt.