Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik
> Zum Inhalt

Felix Petritsch

Ernst Felix Petritsch wurde 1878 in Triest geboren. Er studierte Physik an der Technischen Hochschule in Wien. 1911 begann er in der österreichischen Staatstelegrafenverwaltung zu arbeiten. Nach dem Zusammenbruch der Monarchie verließ er Österreich und wurde 1918 Leiter der Versuchsabteilung für Kabel und Verstärker der holländischen Telegrafenverwaltung.

1928 wurde Petritsch als Professor für Fernmeldetechnik an die Technische Hochschule Wien berufen. Für das stark wachsende Gebiet der Nachrichtentechnik war das Elektrotechnische Institut viel zu klein geworden. Petritsch setzte sich deshalb mit Erfolg für einen Erweiterungsbau ein und 1929 wurde schließlich mit dem Bau des Schwachstrominstitutes am Ostflügel des Elektrotechnischen Institutes begonnen. Hier konnte Petritsch in den darauffolgenden Jahren eine vorbildliche Forschungs- und Ausbildungsstätte für die Nachrichtentechnik aufbauen. Petritsch war nicht nur Techniker, er hatte auch ausgeprägte literarische und philosophische Interessen. Entfernte Städte und Länder durch die Nachrichtentechnik zu verbinden, erschien ihm ein wichtiger Schritt zum Weltfrieden.

1938 wurde Petritsch, der den Nationalsozialisten als Proponent des Ständestaates galt, gegen seinen Willen in den Ruhestand versetzt. Erst nach dem 2. Weltkrieg konnte er seine Arbeit wieder aufnehmen. Petritsch verstarb 1951 im Alter von 73 Jahren. Zu seinem Andenken ist die Petritschgasse im 21. Wiener Gemeindebezirk und der Hörsaal EI 1 nach ihm benannt.