Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik
> Zum Inhalt

Carl Hochenegg

Carl Hochenegg wurde 1860 in Wien geboren. Nach dem Studium des Maschinenbaus mit Ausrichtung Elektrotechnik an der Technischen Hochschule in Wien trat Hochenegg bei Siemens&Halske ein und arbeitete dort in der Abteilung für elektrische Bahnen. Die Budapester Untergrundbahn, Teile des Wiener Straßenbahnetzes und die Bergbahn Triest-Opčina, bei der erstmals bei der Talfahrt Energie zurück gewonnen wurde, sind nur drei seiner vielen Projekte.

1899 wurde er als Professor an die Lehrkanzel für Elektrotechnik der Technischen Hochschule Wien berufen. Die Lehrkanzel war damals mehr schlecht als recht in einem Privathaus in der Paniglgasse 12 untergebracht. Hochenegg setzte sich energisch für den Neubau eines eigenen Elektrotechnischen Institutsgebäudes ein. 1903 konnte schließlich das neu errichtete Elektrotechnische Institut in der Gußhausstraße 25 dem Betrieb übergeben werden und Hochenegg konnte hier in den Folgejahren eine vorbildliche Elektrotechnikausbildung aufbauen. 1906/07 war Hochenegg Rektor der Technischen Hochschule in Wien, die ihn später zu ihrem Ehrenbürger ernannte und ihm auch das Ehrendoktorat verlieh.

Während die Wiener Stadtverwaltung um 1910 lediglich das Straßenbahnnetz ausbauen wollte, plädierte Hochenegg vehement für den Ausbau eines elektrischen Wiener Schnellbahn/U-Bahnnetzes und arbeitete dazu zahlreiche Gutachten und Projekte aus. Hochenegg verstarb 1942 im Alter von 81 Jahren. Zu seinem Andenken ist die Hochenegggasse im 19. Wiener Gemeindebezirk und der Hörsaal EI 5 nach ihm benannt.